Zitate

06.08 – Wenn alle Naturkräfte und Elemente sich verbänden, um einem Menschen zu dienen und zu gehorchen, wenn die Sonne auf seinen Befehl auf – und unterginge, das Meer und die Flüsse nach seinem Belieben fluteten, wenn die Erde freiwillig alles hervorbrächte, was ihm nützlich oder angenehm ist, er würde doch elend sein, bis Ihr ihm wenigstens einen Menschen gebt, mit dem er sein Glück teilen und dessen Wertschätzung und Freundschaft er genießen kann. – David Hume

07.08 – Das Leben jedes Menschen ist ein Weg zu sich selber hin, der Versuch eines Weges, die Andeutung eines Pfades. Kein Mensch ist jemals ganz und gar er selbst gewesen. Mancher wird niemals Mensch, bleibt Frosch, bleibt Eidechse, bleibt Ameise. Mancher ist oben Mensch und unten Fisch. Aber jeder strebt, ein Versuch und Wurf aus den Tiefen, seinem eigenen Ziele zu. Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst. – Hermann Hesse (Demian)

08.08 – Es geht etwas in meiner Seele vor, was ich nicht verstehe. Ich bin praktisch und tüchtig – gewissenhaft, ein Arbeiter, der mit Ausdauer und Einsatz zu Werke geht – aber außerdem erfüllt mich eine Liebe für das Wunderbare, ein Glaube an das Wunderbare durchzieht alle meine Pläne, der mich von den ausgetretenen Pfaden der Menschen auf das wilde Meer und die unbetretenen Regionen hinaustreibt, die ich im Begriff bin zu erforschen. – Mary Shelley (Frankenstein)

09.08 – Feier das Leben, feier das Glück, feier uns Beide, es kommt alles zurück. Feier die Liebe, feier den Tag, feier uns Beide, es ist alles gesagt! Hier kommt die Sonne, hier kommt das Licht! Siehst du, die Farben kommen alle zurück! – Gib mir Sonne (Rosenstolz)

10.08 – Das Foto lacht vom letzten Sommer. Fragen springen mich an. Lösch alle Lichter, will sie jetzt nicht hören. Halt meine Hand, es ist Winter. Der Schnee auf deinem Haar leuchtet sonderbar. Worte gehen uns aus, jeden Tag eins mehr. Paradies ist still. Reden fällt uns schwer und du frierst mit mir.

Dein Kuss schmeckt wie ein langer Abschied. Einen kurzen Augenblick bringt er uns den Sommer fast zurück. Gehst durch die Tür, als wär’s für immer. Noch Schnee auf deinem Haar, du lachst so sonderbar. Worte gehen uns aus, jeden Tag eins mehr. Paradies ist still. Reden fällt uns schwer und du frierst mit mir. Ich will, dass du weißt, mir ist so kalt wie dir.

Und du frierst mit mir. Ich will, dass du es weißt. Mir ist so kalt, so kalt wie dir. Mein Herz schlägt auch im Eis. Und du frierst mit mir. Mir ist so kalt, so kalt. Mein Herz schlägt auch im Eis. (Rosenstolz – Herz schlägt auch im Eis)

11.08. Ich weiß nicht, was ich fühle, bevor ich sehe, wie du lachst.

12.08. Aragorn, ich wäre dir gefolgt – mein Bruder, mein Hauptmann, mein König! (Der wohl beste Spruch aus dem gesamten Herr der Ringe-Zyklus, von Boromir)

01.09. In jeder Dunkelheit gibt es eine Tür zum Licht. Die Meisten strengen sich nur nicht an, sie zu finden.

02.09. Wenn ich nur weißes Papier sehe, fühle ich mich schon ganz elend. Ich verstehe wahrhaftig nicht, wie es immer noch Leute geben kann, die schreiben. Romane, Gedichte, und solches Zeugs. Weil, im Grund hat es ja keinen Zweck. Es ist idiotisch, egoistisch. Und dann hat man den Eindruck, sich anderen zum Fraß vorzuwerfen. Und dann ist es so furchtbar langweilig. Ich sag dir, ich verstehe es nicht. Da verstehe ich noch eher, dass jemand Briefe und Postkarten schreibt, als dass er Romane schreibt. Das hat keine Zweck, weil es keine Wahrheit gibt. Ich meine, man fängt nichts ein, man entdeckt nichts. Man plätschert nur in Illusionen. (Le Clezio – Die Sintflut)

03.09. Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor? – Charles Dickens

04.09. Ist Liebe blind, so zielt sie freilich schlecht. Nun sitzt er wohl an einen Baum gelehnt, und wünscht, sein Liebchen wär die reife Frucht und fiel ihm in den Schoß. Doch, gute Nacht, Freund Romeo! Ich will ins Federbett, das Feldbett ist zum Schlafen mir zu kalt. (2.Akt, 1.Szene, Mercutio, Romeo und Julia von William Shakespeare)

05.09. Ich wollte dir, nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist. Und sicher gehen, ob du denn dasselbe für mich fühlst. (Ein Kompliment – Sportfreunde Stiller)

06.09. Who was I? What was I? Whence did I come? What was my destination? These questions continually recurred, but I was unable to solve them. (Mary Shelley Wolfstonecraft – Frankenstein, or: The modern Prometheus)

07.09. Alle Menschen hassen die vom Unglück Geschlagenen; wie müssen sie dann erst mich hassen, der ich unglücklicher bin als alle Lebewesen. Und selbst du, mein Schöpfer, verachtest mich und trittst mich mit Füßen, dein eigenes Geschöpf, an das du gekettet bist, bis dass der Tod uns scheidet. Du willst mich töten? Wie kannst du es wagen, so mit dem Leben zu spielen? Tu du deine Schuldigkeit mir gegenüber, und ich tue dir und der ganzen Menschheit gegenüber meine Schuldigkeit. (Frankenstein – Mary Shelley)

08.09. Hol’s der Drache! Wir stellen uns an wie zwei Kurzbärte vor der Feuertaufe! (Dunkle Tiefen – Daniela Knor)

09.09. We can play it safe or play it cool. (The Gossip – Heavy Cross)

10.09. Fühlen. (Equilibrium)

11.09. Ich habe mich gewöhnt an dieses Fenster
und daß der Schnee durch meine Augen fällt.
Aber wer ist den Verlorenen nachgegangen
durch das offene Gartentor,
wer besiegelte, was da war,
die Regentonne
und den Mond als Mond,
alle gefrorenen Gräser?
Wer schaukelte vor dem Morgen,
daß die Stricke krachten,
wer legt die Wachshand auf das Küchenfenster,
ließ sich im Weißen nieder
und nahm mich selber auf?

(Ilse Aichinger – Alter Blick, zit. gem. Reclam: Ilse Aichinger – Dialoge, Erzählungen, Gedichte)

12.09. Vielleicht aber bist du auch der Sinn deines Lebens und deine Taten der Zweck deiner Erschaffung. Vielleicht aber ist der Leuchtende dein Vater und deine Mutter, und der Rote jener, der die Dunkelheit in die Herzen der Menschheit gesät hat. Du kannst weder das Eine noch das Andere beweisen, weil es keine physische Existenz gibt. Das Entscheidende ist nur, woran du glaubst. – An nichts und an niemanden. (Das erste Buch – Moi.)

01.10. I would give everything I own, give up my life, my heart, my home, just to have you… (Boy George)

02.10. Wenn der Glaube vorhanden, kann man selbst einen Heringskopf anbeten. (Chinesisches Sprichwort)

03.10. Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater. Es kommt nicht darauf an, daß lange,
sondern daß gut gespielt wird. (Lucius Seneca, röm. Philosoph)

04.10. Ich bin, also brüte ich. (Paola Mastrocola – Ich wär so gern ein Pinguin)


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